Preisanpassung Erdgas ab 1. Oktober 2021

Per 1. Oktober 2021 werden die Erdgaspreise angepasst. 

Das neue Tarifblatt für Privatkunden und KMU finden Sie hier für Gewerbe und Industrie klicken Sie bitte hier

 

Gerne informieren wir Sie an dieser Stelle über die Preisentwicklung beim Erdgas. Dies auch aufgrund der ausserordentlichen Entwicklungen an den Rohstoff- und Energiemärkten weltweit.

Seit Ende des letzten Jahres sehen wir einen ausserordentlich hohen Anstieg in fast allen Rohstoffbereichen. Jede kurzfristige Preissenkung ist meist nach ein paar Tagen wieder aufgeholt und die Kontrakte erklimmen wieder neue Höhen. Die nachfolgende Grafik zeigt diese unglaublichen Preisanstiege deutlich auf.

 

 

 

 

Die deutlichsten Anstiege sieht man beim CO2- und beim Erdgaspreis. Dies kann auf folgende Ursachen zurückgeführt werden:

Die Entwicklung beim CO2 ist von der Politik durchaus gewollt. Die EU-Kommission hat deutlich gemacht, dass sie nicht plane, aufgrund des starken Preisanstiegs zu intervenieren. Ferner sagte der Vizepräsident der EU-Kommision, dass zum Erreichen der Klima-Ziele der Preis noch viel höher als 50 €/t sein sollte. Aufgrund der hohen Gaspreise und der in diesem Jahr eher tiefen Stromeinspeisung von erneuerbarer Energie wird zusätzlich viel Strom mit Kohlekraftwerken erzeugt. Dadurch werden mehr CO2-Zertifikate nachgefragt, was zusätzlich den Preis antreibt.

Beim Erdgas ist es so, dass ein sehr hoher Gasbedarf im Winter, ein kalter April und tiefere Temperaturen im Mai die Erdgasspeicher im ersten Halbjahr auf absolute Tiefstände hat sinken lassen. Dieses Defizit konnte bis heute nicht annähernd wieder gutgemacht werden. Selbst mit den optimistischsten Schätzungen für die Haupt-Erdgasbezugsquellen können die europäischen Speicherstände laut Analysten vor dem Winter 2021/2022 nicht mehr auf das Niveau vom Jahr 2020 aufgestockt werden.

Der Gasbedarf Chinas hat ebenfalls wieder stark zugenommen und dazu geführt, dass fast alles verfügbare Flüssiggas (LNG) nach China geliefert wurde. Da China bereit ist, höhere Preise zu bezahlen, kam dies erschwerend dazu. Zudem ist die neue Pipeline von Russland nach Deutschland (Nordstream 2) noch nicht wie gewünscht in Betrieb und eine Belieferung noch in diesem Jahr infrage gestellt. Im Vergleich zu den letzten Jahren wird die EU diesen Winter auch noch mit einem geringeren Liefervolumen von russischem Erdgas durch die Ukraine konfrontiert. Sollte es einen sehr kalten Winter geben, könnte das die Preissituation nochmals zusätzlich verschärfen.

 

Der nachfolgenden Grafik können Sie die Erdgas-Preisentwicklung entnehmen:

 

Wichtig zu erwähnen ist aber auch, dass wir im letzten Winter deutlich tiefere Preise hatten als in den vergangenen Jahren. Diese Preisentwicklung ist also ausgehend von einem sehr tiefen Niveau gestartet und hat dann für alle Marktteilnehmenden überraschend einen steilen Anstieg hingelegt. Dank unserer Beschaffungsstrategie konnten wir verhindern, dass Sie dieser Preisanstieg in vollem Umfang trifft. Zudem können wir im Gegenzug, dank Optimierungen, beim Leistungspreis eine leichte Preissenkung bekannt geben. 

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